Allein in der Sauna

von Frank Pinkus

Karlheinz König ist ein typischer Mann.

 

Er ist 35 Jahre alt. Er ist Ehemann, Vater von zwei Kindern und gelegentlich Besitzer einer Geliebten.

Er kämpft mit seinem Gewicht und seiner Eitelkeit und Selbstüberschätzung. Und er kämpft gegen seine Frau.

 

Eigentlich gegen all die Frauen, von denen er sich bedroht fühlt. Also gegen das ganze weibliche Geschlecht.

Karlheinz König ist aber auch Jurist. Verteidiger. Also verteidigt er. Hauptsächlich sich selbst.

 

Jede Woche geht er einen Tag in die Sauna. Wegen der Gesundheit.

Hauptsächlich aber, um gemeinsam mit seinem besten Freund sein Hobby zu genießen: Das heimliche Betrachten entblößter, weiblicher Körper.

 

Doch heute ist er allein.

Sein Freund hat abgesagt. Keine Frauen da.

Alleingelassen. Seinen unerfüllten Träumen ausgeliefert. Mit seiner eigenen Leere konfrontiert.

 

Als typischer Mann, der sich typischerweise für untypisch hält, beginnt Karlheinz König sich aufzuplustern.

 

Er schwadroniert, prahlt und jammert. Typisch Mann.

Er macht uns zu Zeugen und Zuschauern seiner Ego-Schau.

 

Regie: Jürgen von Tomei

Spiel: Matthias Schmid

Bühnenbild: Brigitte Iseli-Neustäbler 

Das schreibt die Presse...

zur Aufführung von "Allein in der Sauna"
mit Matthias Schmid: